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Die Zahlen sprechen lassen

Die zu Corona-Zeiten in Auftrag gegebene “Adhoc-Studie” von midi und EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) hat einen ZuschauerInnen-Zuwachs von 287% in digitalen Gottesdienst-Formaten bescheinigt. (Gesamte Studie lesen)

Es lohnt sich also, einen genaueren Blick auf das Thema zu werfen. Fragen wir uns also: “Ist das Digitale auch etwas für meine Gemeinde?”, wenn insgesamt einfach viel mehr Leute über das Netz erreicht werden.

Anonymität ist ein Segen

Viele Menschen, die eine große Hemmschwelle haben, eine Kirche zu betreten, profitieren von gestreamten Gottesdiensten. Sie können unbeobachtet einer vielleicht stillen Sehnsucht nachspüren. Außerdem kommen sie in Berührung mit etwas, das ihnen sonst verwehrt bliebe. “Zaungäste des Glaubens” sind also die großen Gewinner der digitalen Formate, ohne es zu ahnen. Wir reichen ihnen gern die Hand, weil immer und jeden Tag aufs Neue die Chance auf eine gemeinsame Zukunft besteht. Übrigens dann irgendwann auch analog, in unserer Kirche vor Ort.

Reflektieren und Ausmisten

Wir hören es uns ungern selbst sagen, aber in einem evangelischen Gottesdienst sitzt vorrangig deutsches Bildungsbürgertum, von dem viele im Publikum in der Lage sind, langen und komplex angelegten Wortbeiträgen zuzuhören und zu folgen. Dieses Vermögen haben viele Youtube und Facebook-User nicht, die Aufmerksamkeitsspanne im Netz ist einfach eine ganz andere.

Das Ganze kann eine echte Chance sei, sich mit einem Team gemeinsam Gedanken zu machen, wie unsere digitalen Inhalte aussehen sollen. Wie abwechslungsreich, pointiert oder von welcher Länge werden die einzelnen Teile geplant? Es gibt so viel Neues auszuprobieren und zu entwickeln, packen wir es einfach an!


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